Info-Portal über Zahnimplantate in Luzern
Das Zahnimplantat
Alle allgemeinen Fragen zum Implantat

Ein Zahnimplantat kann unterschiedliche Funktionen im Mundraum erfüllen und damit zur besseren Lebensqualität beitragen. So kann ein Implantat sowohl einzelne Zähne ersetzen, als auch eine ganze Zahnreihe (Prothese) stabilisieren und damit entscheidend die Kaufunktion von Patienten verbessern.
Das Implantat heilt in den Kieferknochen ein (sogenannte Osseointegration). Dieser Vorgang kann je nach Knochenqualität unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen.
Die Haltbarkeit von Implantaten ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von zahlreichen Faktoren ab: Knochenmenge und -qualität, allgemeiner Gesundheitszustand des Patienten, Mundhygiene, Art und Ort des Implantats und die Erfahrung des Implantologen beeinflussen die Prognose. Langzeitstudien zeigten, dass nach 10 Jahren noch über 90 % der Implantate vorhanden waren. In Einzelfällen hielten Implantate aber auch bis zu 40 Jahre.
Die Gegenindikation für ein Implantat stellen eher seltene Ausnahmen dar und sollten mit Ihrem Zahnarzt des Vertrauens besprochen werden. Ein Beispiel für eine absolute Kontraindikation ist die Einnahme von speziellen Medikamenten (z.B. einige Bisphosphonate). Diese beeinflussen den Knochenstoffwechsel. Deshalb ist es notwendig Ihrem Zahnarzt in der Anamnese eine vollständige Angabe zu Vorerkrankungen und Medikamenten zu geben.
In der Regel werden Schraubenimplantate heutzutage als Standardimplantat eingesetzt. Dabei ist zu erwähnen, dass es eine Reihe an unterschiedlichen Implanatherstellern gibt. Bei Implantaten handelt es sich um ein Medizinprodukt.
Die Grundsätze für Zahnimplantate wurden in der Mitte des letzten Jahrhunderts geschaffen und erste Versuche gestarten. Aber erst seit Verwendung von Reintitanmaterial ab 1969 und zahlreichen Untersuchungen, erfolgte die gesicherte Umsetzung seit den 1980er Jahren. Seitdem gab es zahlreiche Weiterentwicklungen und Verbesserung, die die heutigen System sehr bewährt macht.
Der überwiegende Teil aller Implantatkörper wird aus Titan gefertigt dessen Materialeigenschaften als besonders Erfolg versprechend gelten. Reintitan weist eine sehr gute Biokompatibilität auf und löst keine Unverträglichkeitsreaktionen oder Allergien aus. Titan ist außerdem durch seine Oberflächenstruktur in der Lage, eine feste Verbindung mit dem Kieferknochen einzugehen. Weiterhin gibt es Keramik- und Zirkonoxid Implantate.
Fragen Sie dazu Ihren Zahnarzt des Vertrauens vor der Behandlung.
Implantate machen in jedem Alter Sinn, wenn es um den Ersatz von festen Zähnen geht. Voraussetzung ist lediglich ein abgeschlossenes Kieferwachstum, was in der Regel mit Beginn der Volljährigkeit vorliegt.
In der Wahl des Materials ist man als Patient frei: Sämtliche gängigen Materialien wie Vollkeramik oder Metallkeramik sind möglich. Fragen sie dazu vor der Behandlung Ihren Zahnarzt des Vertrauens
Theoretisch ließe sich das gesamte menschliche Gebiss durch einzelne Implantate und entsprechender Suprakonstruktionen ersetzen - in der Praxis kommt das jedoch höchst selten vor. Die häufigsten Gründe für das Einsetzen von Zahn-Implantaten sind einzelne fehlende Zähne (Einzelzahnimplantat). Bei größeren Zahnlücken dienen Implantate oft als Brückenpfeiler für mehrgliedrige Brücken. Zudem ist es möglich, im zahnlosen Kiefer einen festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz mit Implantaten zu verankern, um nicht auf eine Totalprothese angewiesen zu sein.
Theoretisch ja, allerdings muss man in der Regel nicht jeden Zahn durch ein Implantat ersetzen. Ziel von Implantaten sind feste stabile Zähne und der Erhalt der Kaufähigkeit.
Auch bei geringem Knochenangebot lassen sich Implantate einsetzen. Voraussetzung dafür geben unterschiedliche Verfahren und Materialien zum Knochenaufbau. Fragen die hierzu vor dem Eingriff Ihren Zahnarzt des Vertrauens.